Creating Basics

Creating Basics

Creating Basics spielen am Samstag (25.11.), 20.30 Uhr, auf der Kleinen Bühne 103 an der Oesterholzstraße 103 am Borsigplatz. Mit Creating Basics beziehen sich fünf Musiker*innen auf die grundlegenden Bewegungen und Rhythmen des Lebens. Sie betreffen Atem und Klang, die Zyklen von Aktion und Ruhe, Licht und Dunkelheit, Schlaf und Wachen, Sexualität und Instinkte. Als Reflexionsbasis dient ihnen die griechische Elementen-Lehre, erweitert um das Element Raum.

Überströmende Freude und Melancholie erhalten ihren musikalischen Ausdruck. Hunger und Durst finden ihren Platz am Ende, wenn wir an eine uralte Form der Gemeinschaft anknüpfen und die Zuhörer dazu einladen, ihre Eindrücke, Kritik, Zeichnungen, Gedichte auf Esspapier zu schreiben und in einem rituellen Mahl gemeinsam zu verspeisen. Das Bewusstsein, schöpferisch zu sein nährt uns, und das soll gemeinsam musikalisch gefeiert werden.

Das sind Creating Basics

Claudius Reimann (sografone, bass-clarinet, bariton-sax)
Kai Winter (alt-sax)
Karl Krützmann (fluegelhorn, trumpet, flutes, sopranino-sax)
Roland Borch (trombone)
Anke Ames (viola, voice)

Eintritt frei.

Das Konzert ist ein Projekt von Anke Ames & Roland Borch / Machbarschaft Borsig11 e.V., realisiert mit den Chancen der Bewohner des Borsigplatz-Quartiers. Weitere Informationen: www.borsig11.de

Machbarschaft Borsig 11

Das Leben am Borsigplatz ist eine Herausforderung. Zu seinen Qualitäten gehört die multikulturelle Gesellschaft mit ihren Problemen und Chancen. Berlin, London oder New York profitieren von ihrer Internationalität. Dort sind häufig gerade die marginalisierten Stadtteile besonders nah am Puls der Zeit. Günstige Mieten und Freiraum für neue Ideen ziehen Kreative aus aller Welt an, die das Quartier kulturell bereichern und ein innovatives Milieu schaffen, das weitere Entwicklung in Gang setzt.

Dortmund ist nicht Paris, aber die Urbanität am Borsigplatz bietet für eine kreative Unternehmung besondere Bedingungen, die man spezifisch nutzen kann. Das Quartier ist wie ein Brennglas, in dem sich gesellschaftliche Entwicklungen bündeln, die unser aller Zukunft bestimmen. In der Nachfolge von 2-3 Straßen nehmen wir die Herausforderung an, das Experiment mit der Wirklichkeit weiterzutreiben.

Borsig11 ist ein Labor für kulturelle, soziale und ökonomische Praktiken, das die Gegebenheiten vor Ort aufnimmt und neue Möglichkeiten sichtbar macht. Innovation muss nicht jedes mal das Rad neu erfinden. Träger der Entwicklung ist die Bevölkerung vor Ort. Wir arbeiten an einer lokalen Öffentlichkeit, die in der Lage ist, Krisen als Chancen zu nutzen und selbst in Aktion zu treten. Kreativität ist die grundlegende und nachhaltigste Ressource, die uns zur Verfügung steht.

2011 gegründet

Machbarschaft Borsig11 e.V. wurde im Juni 2011 als Verein gegründet mit dem Ziel einer lokalen multikulturellen Bürgergesellschaft. Wir praktizieren interkulturellen Austausch und kreative Stadtentwicklung, erproben partizipative Gesellschaftsformen, faire Wirtschafts- und nachhaltige Lebensformen im direkten nachbarschaftlichen Umfeld. Das Wohn- und Arbeitsprojekt bietet günstigen Wohnraum und viel Freiraum zur kreativen Gestaltung. Borsig11 verfügt über einen 140 qm großen Coworking Space direkt am Borsigplatz, Veranstaltungsraum, eine Werkstatt, eine Gästewohnung und ein offenes Netzwerk, das unterschiedlichste Initiativen unter einem Dach vereinigt. Kinder und Jugendliche finden in der YOUNGSTERS akademie ein kreatives Betätigungsfeld. 2014/15 wohnten vier Künstler in Public Residence, die gemeinsam mit den Nachbarn ihre Chancen genutzt haben, Veränderungen im Quartier anzustoßen. Seither realisieren die Bewohner ein  eigenständiges Kulturprogramm im Chancen-Café 103.

siehe auch hier und hier und hier und hier