Theatermacher

Szene aus Der Theatermacher mit Andreas Beck. Foto: Hupfeld

Nach der Verschiebung der Premiere von Der Theatermacher von Themas Bernhard gibt es nun einen neuen Termin: Die Inszenierung von Schauspielintendant Kay Voges kommt am Samstag, 3. März, um 19.30 Uhr auf die Bühne des Schauspielhauses.

Für alle ausgefallenen Vorstellungen gibt es ebenfalls neue Termine, über die alle Abonnenten schriftlich informiert werden. Karten für die Premiere (12,- bis 33,- Euro) und die weiteren Vorstellungen (9,- bis 23,- Euro) von „Der Theatermacher“ gibt es ab sofort an der Vorverkaufskasse im Opernhaus (Platz der Alten Synagoge), unter www.theaterdo.de und 0231/50-27222.

Der Theatermacher

Im heruntergekommenen Tanzsaal des Gasthofs „Schwarzer Hirsch“: Hier ausgerechnet, im Dörfchen Utzbach, macht der Staatsschauspieler Bruscon Station mit seiner Menschheitskomödie „Das Rad der Geschichte“. Er selbst in tragender Rolle – und zu seinem Leidwesen auch alle Mitglieder seiner Familie in den Nebenrollen: die Kinder untalentiert, seine Frau ein nicht enden wollender Hustenanfall. Bruscons Ansprüche sind maßlos gegen sich selbst, gegenüber seiner Familie – und dem Ort des Schauspiels. Damit die Wirkung des herausragenden Werks sich voll entfalten kann, so Bruscon, muss am Ende der Vorstellung jegliches Licht im Gasthof „Schwarzer Hirsch“ verlöschen, auch die Notbeleuchtung! Ein Albtraum für die Feuerwehr! Doch das ist nicht das einzige Problem…

Uraufführung 1985

Thomas Bernhard hat mit dieser Komödie, 1985 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt, allen Kunsttyrannen und Theaterbesessenen ein Denkmal gesetzt. Der Theatermacher Bruscon ist ein Paradebeispiel des Bernhard‘schen Figurenkabinetts: unwiderstehlich mißgelaunt und rechthaberisch – dabei ungebremst in der Sinnlichkeit und Musikalität seiner Sprache. Thomas Bernhard (1931-1989) gilt neben Werner Schwab, Elfriede Jelinek und Peter Handke als der bedeutendste Autor im Österreich des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Über Thomas Bernhard

Nicolaas Thomas Bernhard (* 9. Februar 1931 in Heerlen, Niederlande; † 12. Februar 1989 in Gmunden, Österreich) war ein österreichischer Schriftsteller. 1970 erhielt Bernhard den Georg-Büchner-Preis; seit den 1980er Jahren wird er international zu den bedeutendsten österreichischen und deutschsprachigen Autoren gerechnet. Viele Romane und Erzählungen Bernhards bestehen zum Großteil oder zur Gänze aus Monologen des Ich-Erzählers und einem fiktiven stummen oder beinahe stummen Zuhörer oder Schüler.