Jugendkonzertchor

Der Jugendkonzertchor bei der Aufführung des Weihnachtsoratoriums 2016 im Konzerthaus. Foto: Jannes Grothus

Die Weihnachts- und Adventszeit ist traditionell auch die Zeit für besonders festliche und stimmungsvolle Musik, und wahrscheinlich keine andere Komposition ist derart Inbegriff für weihnachtliche Vorfreude wie das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Bereits im vergangenen Jahr hat sich daher der Jugendkonzertchor der Chorakademie Dortmund mit den Bochumer Symphonikern zusammengetan, um eine neue Tradition für Dortmund ins Leben zu rufen: Einmal im Jahr lassen sie gemeinsam das wohl populärste Werk des barocken Meisters im Konzerthaus Dortmund erklingen – auf höchstem Niveau und mit jugendlich-frischem Spirit.

„Jauchzet, frohlocket…“ heißt es daher auch wieder am 21. Dezember 2017 um 20.00 Uhr im Konzerthaus Dortmund. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Spitzenorchester aus der Nachbarmetropole Bochum bringen die jungen SängerInnen zwischen 14 und 19 Jahren ihre mitreißende Interpretation auf die Bühne.

Siegeszug durch die Konzertsäle

Aus dem sechsteiligen Oratorium, das nach Bachs Tod zunächst in den Bibliotheken verstaubte, bevor es ab Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Siegeszug durch die Kirchen und Konzertsäle der Welt antrat, werden die Kantaten 1 bis 3 und 6 aufgeführt. Die Solisten des Abends sind Stephanie Pfeffer (Sopran), Marion Eckstein (Alt), Daniel Sans (Tenor) und Jens Hamann (Bass). Musikalischer Leiter ist Felix Heitmann. Tickets ab 12 € gibt es unter www.konzerthaus-dortmund.de.

Jugendkonzertchor als feste Größe etabliert

Der Jugendkonzertchor hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im Kulturleben des Ruhrgebiets etabliert und erreichte zuletzt beim 10. Landeschorwettbewerb Nordrhein-Westfalen 24,5 von 25 Punkten und somit die Weiterleitung zum Deutschen Chorwettbewerb, der im Mai 2018 in Freiburg stattfindet.

Das Weihnachtsoratorium

Das Weihnachtsoratorium BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli (SATB), gemischten Chor und Orchester von Johann Sebastian Bach. Die einzelnen Teile wurden erstmals vom Thomanerchor in Leipzig in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in der Nikolaikirche und der Thomaskirche aufgeführt. Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien der Gesangssolisten prägen das Oratorium. Die sechs Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden. Von der musikalischen Gattung steht das Weihnachts-Oratorium Bachs oratorischen Passionen nahe. Es ist das populärste aller geistlichen Vokalwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen.[2] Das Oratorium wird heute häufig in der Advents- und Weihnachtszeit ganz oder in Teilen aufgeführt.

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