Marhaba

Marhaba 103. Foto: Guido Meincke / Borsig11

Marhaba 103 heißt es wieder am Donnerstag, 21. Dezember, ab 16 Uhr auf der Kleinen Bühne 103 an der Oesterholzstraße 103.

Wir sind Viele. Wir sind Eins. Die interkulturelle Nordstadt-Session am Borsigplatz freut sich auf alte und neue Nachbarn aus aller Welt auf der Kleinen Bühne 103.
Abschlussveranstaltung des diesjährigen Programms Marhaba 103

Die Dezember-Ausgabe der Nordstadt-Session ist zugleich die Abschlussveranstaltung des diesjährigen Programms Marhaba 103, mit dem ein Austausch zwischen Kulturen auf verschiedenen Ebenen praktiziert wurde, von der mobilen Beratung für neu Zugezogene über gemeinsames Kochen oder die Schneiderei 103 bis zu Ausstellungen und Konzerten auf der Kleinen Bühne 103.

Ab 16 Uhr wird gemeinsam gefeiert und zurückgeblickt auf verschiedene Aktionen, z.B. mit einer interkulturellen Kollektion, die in der Schneiderei 103 entstanden ist und einem World-Dinner (Schwerpunkt: Afrika). Ab 19 Uhr ist die Bühne offen für die letzte Edition der Nordstadt-Session in diesem Jahr. In diesem Sinne: Marhaba 103!

“Marhaba 103” ist ein Projekt von Sebastiao Sala / Machbarschaft Borsig11 e.V., gefördert von Interkultur Ruhr und realisiert mit den Chancen der Bewohner des Borsigplatz-Quartiers. Weitere Informationen: www.borsig11.de
103
Die 103 ist Treffpunkt, Werkstatt, Atelier, Galerie, Studio, Küche, Konzertraum, Bühne u.v.m.. Das Programm wird getragen von den Bewohnern des Borsigplatz-Quartiers, mit Hilfe der Kreativ-Währung „Chancen“. Deshalb ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei.

Hier entsteht eine neue Stadtteilkultur. Nachbarn teilen ihre Fähigkeiten, Interessen und Ideen, um das Quartier zu verändern. Es gibt regelmäßige Workshops für Kinder und Erwachsene, Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte und Aktionen auf der Straße. Besucher jederzeit willkommen.

Machbarschaft Borsig 11

Das Leben am Borsigplatz ist eine Herausforderung. Zu seinen Qualitäten gehört die multikulturelle Gesellschaft mit ihren Problemen und Chancen. Berlin, London oder New York profitieren von ihrer Internationalität. Dort sind häufig gerade die marginalisierten Stadtteile besonders nah am Puls der Zeit. Günstige Mieten und Freiraum für neue Ideen ziehen Kreative aus aller Welt an, die das Quartier kulturell bereichern und ein innovatives Milieu schaffen, das weitere Entwicklung in Gang setzt.

Dortmund ist nicht Paris, aber die Urbanität am Borsigplatz bietet für eine kreative Unternehmung besondere Bedingungen, die man spezifisch nutzen kann. Das Quartier ist wie ein Brennglas, in dem sich gesellschaftliche Entwicklungen bündeln, die unser aller Zukunft bestimmen. In der Nachfolge von 2-3 Straßen nehmen wir die Herausforderung an, das Experiment mit der Wirklichkeit weiterzutreiben.

Borsig11 ist ein Labor für kulturelle, soziale und ökonomische Praktiken, das die Gegebenheiten vor Ort aufnimmt und neue Möglichkeiten sichtbar macht. Innovation muss nicht jedes mal das Rad neu erfinden. Träger der Entwicklung ist die Bevölkerung vor Ort. Wir arbeiten an einer lokalen Öffentlichkeit, die in der Lage ist, Krisen als Chancen zu nutzen und selbst in Aktion zu treten. Kreativität ist die grundlegende und nachhaltigste Ressource, die uns zur Verfügung steht.

Machbarschaft Borsig11 e.V. wurde im Juni 2011 als Verein gegründet mit dem Ziel einer lokalen multikulturellen Bürgergesellschaft. Wir praktizieren interkulturellen Austausch und kreative Stadtentwicklung, erproben partizipative Gesellschaftsformen, faire Wirtschafts- und nachhaltige Lebensformen im direkten nachbarschaftlichen Umfeld. Das Wohn- und Arbeitsprojekt bietet günstigen Wohnraum und viel Freiraum zur kreativen Gestaltung. Borsig11 verfügt über einen 140 qm großen Coworking Space direkt am Borsigplatz, Veranstaltungsraum, eine Werkstatt, eine Gästewohnung und ein offenes Netzwerk, das unterschiedlichste Initiativen unter einem Dach vereinigt. Kinder und Jugendliche finden in der YOUNGSTERS akademie ein kreatives Betätigungsfeld. 2014/15 wohnten vier Künstler in Public Residence, die gemeinsam mit den Nachbarn ihre Chancengenutzt haben, Veränderungen im Quartier anzustoßen. Seither realisieren die Bewohner ein  eigenständiges Kulturprogramm im Chancen-Café 103.