Naama Arad

Werk von Naama Arad.

Naama Arad zeigt vom 2. Dezember 2017 bis 18. Februar 2018 ihre Werke beim Dortmunder Kunstverein, Park der Partnerstädte 2 unter dem Titel „Love Handles“. Ausstellungseröffnung ist am Freitag, 1. Dezember, um 19 Uhr.

Naama Arad (*1985, lebt und arbeitet in Tel Aviv) beschäftigt sich in ihren skulpturalen, meist installativen Arbeiten mit dem Verhältnis von Mensch und Objekt. Mit subtilem, surrealen Sinn für Humor offenbaren ihre aus alltäglichen Massenprodukten gefertigten Skulpturen eine nahezu symbiotische Beziehung zwischen dem Individuum und den ihn umgebenden Dingen. Als Ausdruck von Individualität sowie Subjektivität werden diese zunehmend mit Zuschreibungen aufgeladen – fernab ihrer eigentlichen Funktion.

Naama Arad verfolgt Fragestellungen zu Geschlecht, Sexualität, Macht und Sprache

In Love Handles, ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland, verfolgt Naama Arad Fragestellungen zu Geschlecht, Sexualität, Macht und Sprache. Durch die Vermenschlichung von Konsumgütern versucht sie ein Spiegelbild für den Zustand des sich Verliebens zu schaffen. Gepaart mit Aspekten von Animismus und Fetischismus verwandelt sich die Ausstellung auf diese Weise zu einer Projektion von Gefühlen und Verlangen: Das Objekt der Begierde wird zum Subjekt der Begierde.

Die Ausstellung wird kuratiert von: Linda Schröer

Über den Dortmunder Kunstverein

Der Dortmunder Kunstverein, 1984 gegründet, versteht sich als ein Experimentierfeld für innovative künstlerische Konzepte und als Ort der Förderung sowie Produktion zeitgenössischer Kunst. 2014 bezog er neue Räume in unmittelbarer Nähe zum Dortmunder U, das u.a. das Museum Ostwall und den Hartware MedienKunstVerein (HMKV) beheimatet, und trägt damit zur Stärkung dieses kulturellen Zentrums für Gegenwartskunst in Dortmund bei. Durch Kooperationen mit lokalen kulturellen Institutionen, den hiesigen Hochschulen und als aktives Mitglied der KunstVereineRuhr ist der Dortmunder Kunstverein zu einem wichtigen Bindeglied im regionalen Kulturbetrieb geworden.

Vier bis sechs Einzel- und Gruppenausstellungen

Mit vier bis sechs Einzel- und Gruppenausstellungen aktueller nationaler sowie internationaler Positionen, durch Führungen, Künstlergespräche, Vorträge und die Herausgabe von Publikationen bietet er eine offene Plattform für Diskussionen und Austausch über relevante Denkweisen und Fragestellungen zeitgenössischer Kunst. Darüber hinaus organisiert er für seine Mitglieder Atelierbesuche, Tagesexkursionen und internationale Reisen wie beispielsweise zur Biennale nach Venedig.

In den 80er und 90er Jahren wurden hier Einzelausstellungen renommierter KünstlerInnen wie Hanne Darboven, Joseph Beuys, Roman Signer, Richard Serra oder des in Dortmund geborenen Martin Kippenberger präsentiert. In den letzten Jahren konzentriert sich das Programm auf noch nicht etablierte junge Positionen mit Ausstellungen von Künstlern wie Sven Johne im Jahr 2007 oder 2010 von Daniel Gustav Cramer und Tobias Zielony.

Lokales multidisziplinäres Netzwerk

Unter der Leitung von Sandra Dichtl (Oktober 2010 bis März 2015) engagierte sich der Kunstverein in der Entwicklung neuer Kooperationen und eines lokalen multidisziplinären Netzwerks. Im Jahr 2013 wurde der Programmbeitrag „BLOWIN’ FREE – das Containerdorf der KunstVereineRuhr“ (www.kunstvereineruhr.de) im Rahmen der EMSCHERKUNST.2013 vom Dortmunder Kunstverein organisiert und koordiniert. Auch im Jahr 2014 engagiert sich der Verein regional, zum Beispiel durch die Mitarbeit an Ausstellungen wie „Grafik aus Dortmund“, im Netzwerk „Neue Kolonie West“ und durch Kooperationen mit der TU Dortmund sowie überregional durch die Mitwirkung an weiteren Projekten der KunstVereineRuhr wie der „RuhrResidence“. Damit macht es sich der Dortmunder Kunstverein zur Aufgabe, eine umfassende Ausstrahlung der Kunstvereine und des Kunstvereinswesens zu fördern.

Dortmunder Kunstverein

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