Eugen Onegin

Emily Newton. Foto: Philip Lethen

Sie ist Peter Tschaikowskys berühmteste Oper und eine Kostbarkeit des russischen Repertoires: Ab dem 2. Dezember steht Eugen Onegin auf dem Spielplan der Oper Dortmund. Unter der Regie von Tina Lanik und der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz findet die Premiere um 19.30 Uhr im Dortmunder Opernhaus statt. Der polnische Bariton Simon Mechlinski wird als Onegin sein Deutschland-Debüt geben. Die Partie der Tatjana übernimmt Sopranistin Emily Newton.

Große Gefühle

An großen Gefühlen mangelt es in Eugen Onegin nicht, doch sind sie eher tief als plakativ und verbergen sich in den Seelen der Figuren. Im Zentrum des Geschehens steht die junge Frau Tatjana, die auf dem abgelegenen Landgut ihrer Mutter aufgewachsen ist. Vor der Eintönigkeit ihres äußeren Lebens vergräbt sie sich in die Welt der Romane. Als Lenski, der Verehrer von Tatjanas Schwester Olga, ihr seinen Freund Eugen Onegin vorstellt, brechen sich Tatjanas aufgestaute Gefühle Bahn. Sie schreibt Onegin einen glühenden Liebesbrief, doch der lässt sie abblitzen. Beim Ball zu Tatjanas Namenstag eskaliert die Situation. Lenski glaubt, Onegin wolle ihm seine Verlobte Olga ausspannen, und fordert seinen Freund zum Duell, das Lenski nicht überlebt.

Ergreifende Szene

Einige Jahre später ist Onegin, der die Hoffnungen, die in ihm gesteckt wurden, nicht erfüllen konnte, zum Ball des Fürsten Gremin in Petersburg eingeladen. In der Herrin des Hauses, der Gattin des Fürsten, erkennt er Tatjana wieder. In einer ergreifenden Szene schlägt er ihr vor, das Versäumte nachzuholen und ein gemeinsames Leben zu beginnen. Obwohl Tatjana Onegin immer noch liebt, lehnt sie sein Ansinnen jedoch ab. Schweren Herzens schickt sie Onegin für immer fort.

Weitere Rollen

In weiteren Rollen werden Ileana Mateescu als Olga und Thomas Paul als Lenski zu sehen sein. Almerija Delic gibt die Mutter Larina, Luke Stoker Tatjanas Ehemann Gremin. Dirigiert wird Eugen Onegin von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz, dessen Liebe zum russischen Repertoire dem Dortmunder Publikum schon viele große Aufführungen und Entdeckungen beschert hat. Regie führt Tina Lanik, die den Zuschauerinnen und Zuschauern noch durch ihre Regie von La Traviata in bester Erinnerung ist.

Karten

Karten gibt es an der Tageskasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231/50 27 222 oder auf www.theaterdo.de