Neselovskyi

Vadim Neselovskyi Foto: www.vadimneselovskyi.com

Der Pianist und Komponist Vadim Neselovskyi ist am kommenden Donnerstag, 8. Februar 2018, um 19.30 Uhr im Orchesterzentrum|NRW zu Gast, um mit dem Kammerorchester des OZM|NRW eigene Werke zu Gehör zu bringen.

Neselovskyis Musik zeichnet sich durch eine eigene musikalische Sprache aus, bei der er Merkmale des Jazz mit der Farbigkeit eines sinfonischen Klangkörpers verbindet und die Grenze zwischen Klassik und Jazz konsequent verwischt. In diesem Crossover ergeben sich für das Publikum immer wieder reizvolle Kontraste und Klänge voller mitreißender Lebendigkeit.

Vadim Neselovskyis Lebensgeschichte hat das Zeug dazu, verfilmt zu werden. Geboren wird er im Jahr 1977 in Odessa, der ukrainischen Hafenstadt am Schwarzen Meer. Im Alter von sechs Jahren beginnt er Klavier zu spielen. Seine Begabung ist unüberhörbar. Mit 15 Jahren ist er der jüngste Student am Konservatorium. Doch zwei Jahre später, im Jahr 1995, verlässt die Familie ihre Heimat und wandert nach Deutschland aus: Als Flüchtlinge kommen seine Eltern und er in Unna an. Im Gepäck: Ein Klavier.

Neselovskyi studierte in Dortmund

Neselovskyi nimmt ein Studium an der Musikhochschule Detmold (am damaligen Standort Dortmund) auf, lernt hier die westfälische Jazzszene kennen. Es folgen ein Diplom am renommierten Berklee College of Music in Boston, wo ihn der berühmte Vibraphonist Gary Burton entdeckt, ein Stipendium am Thelonious-Monk- Institute in New Orleans – und eine steile Karriere. Neselovskyi spielt mit Größen wie Herbie Hancock, Chaka Khan und Dee Dee Bridgewater, tourt durch Europa, die USA, Japan, Indien. Aber er ist nicht nur ein herausragender Pianist, es sind seine Arrangements und Kompositionen, die begeistern. „Ich sehe mich in erster Linie als Komponist“, sagt er sogar von sich selbst.

Für das Konzert in Dortmund hat er extra Arrangements geschrieben, die genau auf die vorhandene Besetzung des Kammermusikensembles angepasst wurden. Diese Arrangements probt Neselovskyi ab Montag mit den Studierenden ein, um sie im Kammerkonzert am Donnerstag zu präsentieren. Der Eintritt zum Konzert im Kammermusiksaal an der Brückstraße 47 ist frei.

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